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Fünf konkrete Damen – Fünf Rollen: Frauen bei der Landshuter Hochzeit Bevor es in die Mitte des Raums geht, finden Sie an der rechten Wand sechs Damenbildnisse. Sie gehörten ursprünglich zu einem viel umfassenderen Zyklus, der Frauen und Männer zeigte. Der Großteil ging jedoch leider beim Brand der Burg Trausnitz 1961 verloren. Die Technik der Bildnisse ist etwas Besonderes: sie sind ohne Grundierung – wie sie für Gemälde eigentlich üblich ist – direkt auf den Leinengrund gemalt. Das zeigt, dass sie eher für eine temporäre Festdekoration geschaffen wurden. Sie stammen auch nicht aus dem 15. Jahrhundert, sondern aus der Zeit um 1530, aber sie zeigen – wie die Bildbeischriften belegen – Teilnehmerinnen der Landshuter Hochzeit 1475. Es handelt sich also nicht um zeitgenössische Portraits. Auch die Kostüme entsprechen nicht der Zeit der Landshuter Hochzeit. Vermutlich wurde der Zyklus als Erinnerung an das große Fest geschaffen und sollte es für die Betrachter in die Gegenwart holen. Das versucht nun auch die Ausstellung! Auf Grundlage historischer Schriftzeugnisse wurden drei der Damen Worte in Mund gelegt, wie sie die Landshuter Hochzeit wohl erlebt haben. Außerdem lassen wir auch Hedwig von Polen, die Braut der Landshuter Hochzeit, sowie ihre jüngere Schwester Sophie zu Wort kommen. Hören Sie doch einfach rein in die kurzen Hörstationen! Anschließend geht es beim Drehrad weiter!
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