Sprache
Einfache Sprache
Bei fürstlichen Hochzeiten galt es eine Menge zu bedenken: Standesfragen, persönliche Befindlichkeiten, politisches Gleichgewicht und dynastischen Ehrgeiz – das heißt, keine Seite durfte sich benachteiligt fühlen, für beide Familien musste die Verbindung Vorteile bringen. So entwickelten sich im 15. Jahrhundert – bei individuellen Abweichungen – feste Abläufe: Brauteinzug, Trauung, Festmahl, Tanz, Beilager, Morgengabe, Gottesdienst und mehrtägige Turniere. Das zeigt sich an den erhaltenen, ausführlichen Berichten über die Fürstenhochzeiten in Eger 1459, Amberg und Urach 1474 sowie Landshut 1475. Sie erlauben Einblicke in die Entwicklung und den Ablauf, ermöglichen aber auch Rückschlüsse auf weniger gut überlieferte Feste, die Sie gerne in der Raummitte in der Hochzeitstorte entdecken können. Es gibt auch noch Hefte zu den vier großen Hochzeiten, in denen Sie – durchaus auch mal mit einem Augenzwinkern – weitere Fakten und weiterführenden Tipps erhalten. Meist hatte das Hochzeitspaar bei der Partnerwahl und der Hochzeit wenig mitzureden – es gibt aber auch vereinzelt Fälle, bei denen andere Wege versucht wurden. Wenn Sie das interessiert, schauen Sie sich die Mappe bei „Ehen unter Stand“ an.
Bewerte diese Geschichte
