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Das Bennett-Känguru, manchmal auch Rotnacken Wallaby genannt, stammt aus den gemäßigten Regionen Südostaustraliens sowie der Insel Tasmanien. Dort sind sie vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber ruhen sie im Schatten, während sie abends und nachts auf Nahrungssuche gehen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern, in der Wintersaison außerhalb der Vegetationszeit aber gerne auch von Rinde und dünnen Ästen von Büschen und Sträuchern. Denn in der Heimat der Bennett-Kängurus ist es im Winter oft nasskalt und die klimatischen Bedingungen ähnlich wie bei uns – auch Temperaturen bis minus 20 Grad sind keine Seltenheit. Genau deshalb kommen Bennett-Kängurus anders als manche andere Känguru-Arten auch in Mitteleuropa sehr gut zurecht und können bei uns ganzjährig auf der Freianlage gehalten werden – auch wenn sie sich natürlich jederzeit in den warmen Stall zurückziehen können. Wie bei allen Beuteltieren kommt das Jungtier extrem unterentwickelt zur Welt. Es ist winzig – hat etwa die Größe eines Gummibärchens -, ist, blind, taub und nackt und muss selbstständig von der Geburtsöffnung in den Beutel der Mutter kriechen. Dort saugt es sich an einer Zitze fest und bleibt viele Monate im Beutel, bis es groß genug ist, um erste Ausflüge zu wagen. Die Milch der Mutter verändert sich je nach Entwicklungsstand des Jungtiers: Anfangs ist sie besonders proteinreich, später fettreicher. Da die Geburt meist nachts stattfindet und das Jungtier so klein ist, lässt sich das genaue Geburtsdatum kaum bestimmen. Gemeinsam mit den Bennett-Kängurus leben bei uns die Emus. Die Emus sind nach dem bekannten afrikanischen Vogel Strauß die zweitgrößten heute lebenden Vögel und können wegen ihrer Größe ebenfalls nicht fliegen. Emus stammen jedoch aus Australien und bewohnen dort offene Grasländer, lichte Wälder und Buschlandschaften. Emus sind ausgezeichnete Läufer und können Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde erreichen. Dabei leben sie nomadisch und legen aufgrund der Kargheit ihres Lebensraums auf der Suche nach Samen, Früchten, Knospen und Insekten als Hauptnahrung sowie Wasserstellen zum Trinken und Baden weite Strecken zurück, um zu überleben. Besonders bemerkenswert ist ihr Fortpflanzungsverhalten. Mehrere Weibchen legen ihre großen, dunkelgrünen Eier in ein gemeinsames Nest, das ein Männchen gebaut hat. Danach übernimmt das Männchen die gesamte Brutpflege. Es brütet die Eier etwa acht Wochen lang aus, ohne zu fressen, und verliert dabei bis zu einem Drittel seines Körpergewichts. Auch nach dem Schlupf bleibt das Männchen bei den Küken, führt sie zu Futterstellen und verteidigt sie gegen Feinde.
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