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Alpakas stammen aus den Hochlagen Südamerikas und gehören wie Vikunjas, Guanakos und Lamas, zu den sogenannten Neuweltkamelen und leben in den Hochanden Ecuadors, Perus, Boliviens, Argentiniens und Chiles in Höhen zwischen 4500 und 5500 Metern. Damit sind sie entfernte Verwandte unserer Trampeltiere, auch wenn sie deutlich kleiner und leichter gebaut sind. Das Alpaka ist dabei keine Tierart im eigentlichen Sinne, sondern eine domestizierte Form des Vikunjas und wird in den Andenregionen seit Tausenden von Jahren vom Menschen gehalten. Ebenso verhält es sich mit den Lamas – auch diese sind nichts anderes als die domestizierte Form der Guanakos. Alpakas werden seit mehr als 6000 Jahren gezüchtet, vor allem wegen ihrer sehr feinen Wolle. Diese Wolle enthält kein Lanolin, also kein Wollfett, und ist deshalb besonders gut für Allergiker geeignet. Alle ein bis zwei Jahre werden Alpakas geschoren. In ihren Herkunftsländern nutzt man neben der Wolle auch Fleisch, Milch und Haut. Sogar der getrocknete Dung dient als Brennmaterial. Schon bei den Inka galt ein Mantel aus Alpakawolle als Zeichen von Wohlstand und hohem Status. Mit der Ankunft der spanischen Eroberer veränderte sich vieles. Die Spanier brachten ihre eigenen Schafe mit und hatten kaum Interesse an der Haltung von Alpakas. Dadurch waren die Tiere zeitweise fast ausgestorben. Heute hat sich der Bestand erholt. Allein in Peru leben wieder mehr als drei Millionen Alpakas. Auch in Deutschland werden sie immer beliebter, sowohl als Zuchttiere als auch wegen ihres ruhigen und freundlichen Wesens. Mit den Alpakas gemeinsam auf der Anlage leben auch Antwerpener Bartzwerge. Diese kleinen Zwerghühner stammen aus Belgien und sind leicht an ihrem auffälligen Backenbart zu erkennen. Sie gelten als besonders zutraulich, lebhaft und neugierig und werden deshalb häufig als Liebhaber- und Ausstellungstiere gehalten. Trotz ihrer geringen Größe sind sie robuste Tiere, die sich von den deutlich größeren Alpakas nur wenig beeindrucken lassen. Und da der Anlagenzaun für die Hühner keine Barriere bildet, sind sie auch gerne mal bei den benachbarten Yaks, den Zebras oder auch mitten zwischen den Besuchern unterwegs. Hier heißt es also immer genau hinschauen, um die kleinen Hühner zu entdecken!
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