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Die Zwergziege: Die Westafrikanische Zwergziege gehört zu den kleinsten Hausziegenrassen der Welt. Ursprünglich stammt sie aus den feuchtheißen Regionen Westafrikas. Dort ist sie bis heute eine der wichtigsten Nutztierrassen: In 18 west- und zentralafrikanischen Ländern halten vor allem Kleinbauern diese Ziegen – über neunzig Prozent aller Tiere leben in kleinen Familienbetrieben. Bei uns in Mitteleuropa und auch in Nordamerika begegnen Sie Zwergziegen vor allem in Zoos oder als beliebte Hobbytiere. Das liegt an ihrem freundlichen Wesen, ihrer Robustheit und daran, dass sie sich gut an unterschiedliche Klimazonen anpassen können – selbst kalte Winter machen ihnen kaum etwas aus. In ihren Herkunftsländern werden Zwergziegen vor allem wegen ihres Fleisches gehalten. Die Milchleistung ist eher gering. Dafür sind sie äußerst fruchtbar: Drei Geburten in zwei Jahren sind keine Seltenheit, und pro Wurf kommen meist ein bis drei Lämmer zur Welt. Vielleicht fällt Ihnen der runde Bauch der Tiere auf. Das ist ganz typisch für diese Rasse und bedeutet nicht automatisch, dass eine Ziege trächtig ist – vielmehr sind die Tiere sehr gute Futterverwerter und können als Wiederkäuer eine Menge auch rohfaserreiches, aber wenig nahrhaftes Gras in ihrem Pansen genannten Vormagen speichern und langsam aufschließen, was ihnen ermöglicht, auch in kargen, trockenen oder futterarmen Gegenden zu überleben.
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